Einführung
Die iLive-T Mischpultserie ist ein frei konfigurierbares, digitales
Mischpultsystem mit einer 64x32 Mix Architektur.
Das heißt, dass bis zu 64 Eingangssignale auf 32 Ausgänge gemischt werden können.
Die freie Konfiguration erlaubt jede Kombination von
Mono oder Stereo Gruppen, Auxes, FX, Main Mix und Matrix.
Das iLive-T System besteht aus zwei Grundkomponenten. Einem MixRack auf der Bühne und
einer Kontrolloberfläche an der FOH Mischposition.
Durch die Trennung von Signalverarbeitung und Steuerung, geschieht die komplette Audioverarbeitung dort
wo sie hingehört - nahe bei den Signalquellen auf der Bühne.
Lange Kabelwege über herkömmliche analoge Multicores gehören damit der Vergangenheit an.
Die Verbindung zwischen MixRack und Kontrolloberfläche wird durch ein einzelnes
CAT 5 Kabel hergestellt, über das Audio-, Steuer- und Netzwerksignale übertragen werden.
Die iLive-T Serie basiert auf der bewährten iLive Mischpultserie.
Beide Systeme verwenden dieselbe Firmware. Show-Daten und Komponenten
beider System sind somit flexibel einsetzbar und austauschbar.
Kontrolloberfläche
Die Kontrolloberfläche ist ein Netzwerkcontroller für das MixRack.
Layout
Die Kontrolloberflächen der iLive-T Serie besitzen dasselbe intuitive Layout des iLive System,
das Benutzer der ganzen Welt überzeugt hat.
Für das Mischen stehen Ihnen 28 Fader gruppiert in Faderbänken
zur Verfügung. Jede der Faderbänke besitzt 4 Ebenen, somit ergeben sich insgesamt 112 Kanalzüge.
Die Kanalzüge sind frei programmierbar als Eingänge, Mix Master oder DCA´s bzw.
in jeder Kombination. Durch integrierte mehrfarbige LCD Displays können Sie die Kanalzüge beschriften
und einer Farbe zuweisen.
Audio Ein- und Ausgänge
Auf der Rückseite der Kontrolloberfläche befinden sich die lokalen Audio Ein- und Ausgänge.
Dadurch wird kein weiteres Ein- und Ausgangs-Rack an der FOH Mischposition benötigt.
Netzwerk und Steuerung
Die iLive-T Oberfläche wird über die Allen & Heath ACE™ Verbindung mit dem MixRack verbunden.
Die ACE™ Verbindung überträgt neben den iLive Audio- und Steuerungsdaten
auch ganz normale TCP/IP Pakete. Durch eingebaute Netzwerkswitche im MixRack und
in der Kontrolloberfläche, können weitere TCP/IP Netzwerkgeräte wie z.B ein
Laptop mit der iLive Editor Software oder ein Audio-Systemcontroller angeschlossen werden.
TCP/IP Pakete von anderen Geräten werden dabei einfach über die ACE™ Verbindung getunnelt.
MixRack
Das MixRack ist der Kern des iLive-T Systems. Es beinhaltet die digitalen Signalprozessoren (DSP),
welche zuständig für die Verarbeitung und Mischung aller 64 Eingänge und 32 Ausgänge zuständig sind, 8 digitale
Effektprozessoren, sowie die Audio-, Steuerungs- und Netzwerkinterfaces. Es sind die gleichen DSPs,
wie auch im iDR64 MixRack des großen iLive Systems.
Das iLive-T System besitzt Dynamic, EQ- und Delay Prozessing für alle Ein- und Ausgänge,
8 eingebaute Effektprozessoren und 16 DCA Gruppen. Zusätzlich zu den 64 Eingängen sind 8 Stereo Effekt-Returns
vorhanden und ergeben somit bis zu 72 Quellen für die Mischung.
Stellen Sie sich das Equipment vor, das nötig wäre, um ein gleichwertiges analoges System
aufzubauen, das mit 64 Gates und De-Esser, 64 Kompressoren und Limitern, 112 voll-Parameterischen Equalizern,
96 Delays, 32 grafischen Equalizern und 8 Effektgeräten ausgerüstet ist.
Mikrofon Eingänge
Die beiden MixRacks (iDR32 und iDR48) unterscheiden sich nur in der Anzahl der
verfügbaren Ein- und Ausgängen. Das kleinere iDR32 besitzt 32 Line/Mikrofon-Eingänge und 16 XLR-Ausgänge,
während das iDR48 hingegen 48 Line/Mikrofon-Eingänge und 24 XLR-Ausgänge besitzt. Eingebaute Patchfelder ermöglichen
dem Benutzer, Kanäle zu splitten und beliebig zu patchen.
Die High-End Mikrofonvorverstärker bieten eine Verstärkung von 80db bei einer Auflösung
von 1dB. Eine extrem niedrige Latenz und optimierte Audiosignalwege unterstreichen die herausragende Leistung und
Klangqualität, für die das iLive System bekannt ist.
Netzwerk und Steuerung
Das MixRack und die Kontrolloberfläche sind über ein einzelnes,
CAT 5 Kabel (bis zu 120m lang) verbunden. Über die Allen & Heath eigene ACE™ Verbindung werden die Steuer- und Audiosignale übertragen.
Ein zusätzlicher Einsteckplatz (Port B) bietet zahlreiche Möglichkeiten, das MixRack durch Erweiterungskarten
um zusätzliche Netzwerkoptionen zu erweitern.
Anstelle der iLive-T Kontrolloberfläche kann auch ein Laptop mit der iLive Editor Software
über Ethernet oder WLAN an das MixRack angeschlossen werden.
iLive-T Beispielsysteme
Das Grundsystem
Dieses Beispiel zeigt die iLive-T T112 Oberfläche an der
FOH Mischposition und das iDR48 MixRack auf der Bühne, in der Nähe der Signalquellen.
Das System besitzt 72 Eingänge, davon 48 als Mikrofoneingänge auf der Bühne,
16 Eingänge an der Kontrolloberfläche und 8 interne Stereo Effekt Returns.
Die digitale ACE™ Verbindung ersetzt das schwere und unhandliche Multicore
das bei dieser Konfiguration normalerweise nötig gewesen wäre.
FOH / Monitor System - Zwei Techniker, zwei gekoppelte Systeme
In diesem Beispiel sind zwei iLive-T Systeme über eine digitale Verbindung gekoppelt.
Über den internen digitalen Mikrofonsplitter teilen sich beide Systeme die gleichen Mikrofonvorverstärker.

Betrieb ohne Oberfläche
In Situationen, in denen die Platzverhältnisse beengt sind oder wenig Technik zu sehen
sein soll, kann eine Show komplett über ein Laptop mit installierter iLive Editor Software und dem iLive-T MixRack gefahren werden.
Durch die Verwendung eines Tablet-Laptops und WLAN kann der Mix von jeder beliebigen Position im Raum
oder auf der Bühne, leicht und komfortabel gemischt werden.
Für essentiell wichtige Funktionen, wie z.B. wichtige Eingangskanäle oder DCA Master,
kann an das iLive-T MixRack optional ein Controller aus der Allen & Heath PL Serie angeschlossen werden.
FOH / Monitorsystem - Zwei Techniker, ein System + Laptop
In dieser Konfiguration können zwei Techniker unabhängig voneinander auf einem einzigen iLive-T System
den FOH und den Monitormix gleichzeitig bedienen. Durch die 64 verarbeitbaren Eingangskanäle können zum Beispiel
die "realen" Eingänge auf jeweils 2 Kanäle gesplittet werden, einen Kanal für den FOH Techniker und
einen Kanal für den Monitortechniker.

FOH / Monitor System - Personal Monitoring
In diesem Beispiel werden an das iLive-T Grundsystem mehrere Allen & Heath PL Controller angeschlossen,
über welche die Musiker ihren Monitormix selbst regeln können.
Ein Wireless Tablet-Laptop hilft dem Techniker bei der ersten Grundeinstellung auf der Bühne bei den Musikern.

Bedienung
Mischen auf dem iLive-T könnte nicht einfacher sein.
Durch die Logik und die intuitive Bedienbarkeit des iLive-T Systems können Sie sich innerhalb von wenigen Minuten
mit dem System zurecht finden.
Durch die SEL Tasten bekommen Sie sofort Zugriff auf das komplette Processing eines Kanals.
Die MIX Tasten bieten den Zugriff auf die Audiopegel, die zugeordneten Ausgänge und andere Mixparameter.
Während bei einem Eingangskanalzug die Mix-Taste sofort alle Audiopegel der Ausgänge anzeigt,
die von diesem Eingang aus beschickt werden, zeigt die Mix Taste bei einem Ausgangskanalzug
die Pegel der Eingänge an, die auf den Ausgang geschickt werden.
Mit diesen 2 Tasten kann das gesamte iLive-T System einfach und schnell bedient werden, auch in einer hektischen Live-Situation.
Signalprozessorsektion
Die iLive-T Oberfläche hat die bewährte und beliebte Signalprozessorsektion des großen
iLive Systems. Es ist eine Kombination von separaten Reglern und Schaltern für Mikrofonvorverstärker,
HPF Filter, Gate, parametrischen EQ, Kompressor, De-Esser und Limiter, die in jedem Kanal des
iLive-T Systems verfügbar sind. Durch die leistungsfähigen Signalprozessoren kann
in allen Kanälen, gleichzeitig das komplette Kanalprocessing genutzt werden.
Jede Prozessoreinheit besitzt eine SEL Taste, mit der die Parameter des jeweiligen
Prozessors (z.B.Kompressor) kopiert oder zurückgesetzt werden können. Das Signal kann mit Hilfe eines
Kopfhörers an jeder beliebigen Stelle des Signalpfades (inklusive der Side-Chain Filter) abgehört werden.
Grafischer Equalizer
Alle 32 Mix Ausgänge besitzen einen parametrischen und einen grafischen Equalizer (EQ).
Der Grafische EQ kann entweder über den Touchscreen oder die motorisierten Kanalregler eingestellt werden.
Die entsprechenden Frequenzen werden gleichzeitig in den LCD Displays der Kanalzüge dargestellt.
Ein eingebauter Real-Time-Analyser zeigt das Spektrum des ausgewählten Mixes an den
Aussteuerungsanzeigen der Kanäle an.

Um die Kanäle leicht und schnell zu identifizieren kann die Hintergrundfarbe der
Kanalbeschriftungs-LCD Displays ganz nach den individuellen Vorlieben eingefärbt werden.
Zum Beispiel Grün für Eingänge, Hellblau für Auxwege, Rot für DCAs, oder eine andere Farbe um spezielle Kanäle zu markieren.
TouchScreen
Der Touchscreen wird benutzt, um die Systemeinstellungen des iLive-T Systems
entsprechend einzurichten und zu verwalten.
iLive-T Effekte
Das iLive-T System besitzt ein eingebautes "Effektrack" mit 8 Effektprozessoren.
Diese Geräte und deren Parameter werden auf dem Touchscreen angezeigt und können dort eingestellt werden.
Mit den 8 verfügbaren Effektprozessoren gibt es jede Menge Möglichkeiten für globale Effekte
wie z.B. Delay und Hall, sowie für Insert-Effekte wie z.B. Chorus.
iLive PC Editor
Die iLive Editor Software besitzt alle wichtigen Funktionen der iLive-T Oberfläche.
Durch die hochauflösenden Displays moderner Laptops können zeitgleich mehrere verschiedene
Informationsbereiche der iLive-T Serie angezeigt werden.
Durch die Software kann der Benutzer einfach und schnell auf die verschiedenen
Show-Parameter zugreifen oder eine Show offline einrichten und später auf das Pult hochladen.
Durch die TCP/IP Verbindung (entweder über ein CAT Kabel oder über WLAN) kann das iLive-T System komplett
ferngesteuert werden. Es ist somit möglich, das MixRack ohne Kontrolloberfläche und nur mit einem,
z.B. über WLAN angebundenen, Laptop zu betreiben.
Infos ACE™
Weitere Infos zu der Allen & Heath ACT™ Verbindung finden Sie hier:
Infos zur ACE™ Verbindung 
Infos zur optischen ACE™ Verbindung 
Recording
Da das Thema Recording recht umfangreich ist, haben wir dazu einen extra Artikel veröffentlicht.
Zum Artikel Recording mit dem iLive-T